Nicht in Allahs Händen

Wie sieht die Zukunft des Nahen Ostens aus? Wie die Öko-Experimentalstadt Masdar City? Oder wie die Träume schiitischer Apokalyptiker? Zenith, Deutschlands beste Orient-Zeitschrift, wagt einen Blick voraus – und sieht Überraschendes.

Steht das Schicksal in einem großen Buch geschrieben? Fromme Muslime glauben das. Um die Herausforderungen der Zukunft bestehen zu können, reicht es aber nicht, allein auf Gott zu bauen. Die Menschen müssen schon selbst aktiv werden. Auch in den arabischen Ländern.

Wohin gehen die Araber, fragt zenith. (Foto: zenith)

Welche Probleme drängen am stärksten? Was können die Bewohner der arabischen Länder tun? Und was tun sie bereits? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die neueste Ausgabe des Magazins zenith. «Wohin gehen die Araber? Der Nahe Osten in der Zukunft», das ist der aktuelle Titel der besten deutschsprachigen Orient-Zeitschrift. Wieder einmal ist zenith den meisten Medien damit weit voraus.

Zenith schaut in die Zukunft, und sieht: Bin Laden im Wachsfigurenkabinett, die Revolution der Kinder im Iran und schlechte EU-Beitrittschancen für die Türkei. Es besucht die wichtigste arabische Zukunftswerkstatt in Kairo. Schreibt über Solarstrom, Meerwasserentsalzung, die Experimentalstadt Masdar City. Lässt den Politologen Abdel Moneim Said zu Wort kommen, der den fehlenden wissenschaftlichen Ehrgeiz der Araber anprangert. Es spürt den sehr speziellen Zukunftsvisionen schiitischer Apokalyptiker nach und fährt über eine Autobahn, die den Mahdi nach Teheran bringen soll. Und spricht mit einem arabischen Science-Fiction-Autor.

Das moderne Layout, eine der Stärken von zenith, gibt dem lesenswerten Themenschwerpunkt den letzten Schliff. Mit großformatigen Bildern zukunftsweisender arabischer Architektur: Kulturtempel, ökoneutrale Gebäude, Hightech-Gewächshäuser. Nicht alle gibt es schon. Aber sie könnten den Arabern dabei helfen, die Zukunft zu meistern. Gern auch mit Gottes Hilfe.

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