Dumm sollen sie bleiben!

Man muss kein Schwarzseher sein, um nicht an einen baldigen Frieden im Nahen Osten zu glauben. Hass, Misstrauen und Unverständnis prägen das Verhältnis der jüdischen und arabischen Bewohner des kleinen Landstriches zwischen Mittelmeer und Jordan. Und die politischen Führer beider Seiten tun alles, damit das auch so bleibt.

Die Vereinten Nationen betreiben Schulen im Gazastreifen. Auf denen sollen die palästinensischen Kinder etwas lernen, damit sie dem Kreislauf aus Armut und Unbildung vielleicht einmal entkommen können. Um den Parallelkreislauf aus Unbildung und Hass zu durchbrechen, wollen die UN den Kindern in Zukunft auch beibringen, was der Holocaust war. In palästinensischen Schulbüchern steht darüber nichts. Die Neuerung könnte Verständnis dafür wecken, warum es den Staat Israel gibt – und das will die Hamas auf keinen Fall dulden.

«Das ist ein Verbrechen, das in Europa begangen wurde», sagte ein Berater von Hamas-Führer Ismail Hanija. Deshalb sollten die Europäer in ihren Geschichtsbüchern darüber aufklären. Ein Hamas-Prediger geiferte gar von einer «Lüge» und einem «Kriegsverbrechen».

Und Israel? Dort hat die Regierung Netanjahu gerade ein Geschichtsbuch verboten,  in dem die Vertreibung der Palästinenser als «ethnische Säuberung» bezeichnet wird. Der Begriff, den die Palästinenser dafür verwenden ist «Nakba», das heißt «Katastrophe». Er darf weder in jüdischen noch in arabischen Schulen im Judenstaat verwendet werden.

In der Schule sollen Kinder lernen, was sie wissen müssen, um in ihrem Leben und ihrer Umgebung zurecht zu kommen. In den Schulen in Israel und im Gazastreifen  lernen sie, zu hassen.

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