Die Legende vom tapferen Thilo

Darauf hat Deutschland gewartet: Endlich sagt mal einer die Wahrheit über Muslime, Studenten und Hartz-IV-Assis. Ein tapferer Mann bringt Licht ins Dunkel von Zensur und Politischer Korrektheit. Vor allem mit der Korrektheit nimmt er es dabei generell nicht so genau? Mag sein – aber Thilo Sarrazin ist trotzdem der größte. Eine Erzählung.

Ein toller Hecht, der Thilo Sarrazin, ein Mann mit Mut. Der sagt, was alle denken, aber keiner auszusprechen wagt. Der endlich, endlich die Debatten anstößt, die schon lange überfällig sind.

Dem Sarrazin gelingt, was viele gern mal täten: So richtig drauflosledern, ohne Rücksicht auf Verluste, Stammtisch im Feuilleton – und dafür gibt’s dann Beifall, in den Kommentarspalten deutscher Leitmedien wie in den Leserbriefen der sonst leidend-schweigenden Mehrheit.

Ein Gutmensch, wer ihn dafür nicht bewundert. Wer könnte schon etwas dagegen haben, wenn Randgruppen Prügel kriegen? Denn der tapfere Thilo sucht sich, als Gegenstand seiner Wahrheits-Anfälle, stets Gruppen aus, die eher keine starke  Lobby haben. Wie die Hartz-IV-Empfänger, denen er  einst nahe legte, doch einfach einen Pulli mehr anzuziehen, wenn  kein Geld zum Heizen bleibt. Oder Studenten, die er 2003 als «Arschlöcher» titulierte, als ein Häufchen von ihnen, im Protest gegen verrottende Hörsäle und überfüllte Seminare, kurzzeitig sein keineswegs verrottendes Senatorenbüro besetzten.

Und jetzt, im Interview mit Lettre International, muslimische Migranten. Die, weiß Herr Sarrazin, produzieren ständig neue kleine Kopftuchmädchen und haben keine produktive Funktion für das unsexy-arme Berlin.

«Die Türken erobern Deutschland genauso, wie die Kosovaren das Kosovo erobert haben: durch eine höhere Geburtenrate.»

Na gut, das mit dem Kosovo ist, wenn man’s genau nimmt, serbisch-nationalistische Propaganda. Gar zu genau aber wollen wir es nicht nehmen, tut Sarrazin ja auch nicht. Die Mehrheit der Türken und Araber in Deutschland sind integrationsunwillig, sagt er. Und erntet Widerspruch von Nordrhein-Westfalens Integrationsminister Armin Laschet. Der hat mit Migrationsproblemen täglich zu tun, aber er ist halt auch so ein Gutmensch.

Gut also, dass der Bundesbanker Sarrazin das Kind beim Namen nennt. Nicht die Manager sind das Problem, die Berlins Industrie nach Osteuropa verlagert haben – sondern ihre ehemaligen Arbeiter, die jetzt arbeitslos im Jogginganzug durch Berlin schlurfen. Nicht koreanische Konzerne, die die Subventionsmillionen des Herrn Sarrazin dankbar mitnahmen, und dann die Stadt zwecks Produktivitätssteigerung verließen – sondern türkische Gemüsehändler, denen der rechte Sinn für Produktivität abgeht. Das alles wissen wir jetzt, dank Thilo Sarrazin.

Und weil das so ist, sollten wir ihm ein Denkmal bauen, dem tapferen Thilo von Berlin. Damit wir seine Märchen auch unseren Kindern noch erzählen können.

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