Für die Serie “Die Reichsten ihrer Zeit” im Wirtschaftsteil der Süddeutschen Zeitung habe ich ein Porträt von Abu Bakr al-Kaff geschrieben. In Europa kennt ihn kaum jemand. Für seine Heimat Hadramaut aber war er eine der prägendsten Gestalten der Geschichte. Seine Familie besaß Immobilien in Singapur und handelte in Kairo mit Kaffee. Ihr Vermögen war gigantisch – bis Abu Bakr in seinem Wüstental alles ausgab. Read the rest of this entry »

Dschinns von heute from morgenlandmag on Vimeo.

Natürlich ist man müde, um drei Uhr morgens, nach einem langen Flug aus München. Ich glaube aber, das ist nicht der entscheidende Grund, warum es mir grotesk vorkam, was ich neulich auf dem Flughafen von Dubai gesehen habe. Allerdings: Es passt ins Bild. Denn man sieht nie einen Emirati arbeiten am Dubai International Airport, abgesehen von einem Polizisten hier und da, der herrisch mit seinem Funkgerät wedelt. Für die Arbeit sind schließlich genug Gastarbeiter aus dem armen Asien da – oder eben ein moderner Dschinn, ein Geist, der nicht durch Reiben an der Öllampe sondern durch Knopfdruck aus seinem magischen Schlaf erweckt wird. Aber drücken Sie selbst.

Bergstraße im Atlas, Marokko (Foto: C. Heinlein 2012)

Reisen im Orient ist nicht immer einfach, fast immer aber spannend. Im Überlandtaxi durch den Jemen – eine Fahrt in fünf Abschnitten. Read the rest of this entry »

Ich weiß nicht, ob der Djamaa al-Fna Afrikas schönster Platz ist, wie manche Reiseführer euphorisch jubeln. Ganz sicher ist er einer der spannendsten der Welt. Viel mehr als eine Falle für Touristen. Meistens sind hier mehr Einheimische unterwegs, essen an den Garküchen, kaufen ein,  hören den Märchenerzählern und Musikanten zu, gruseln sich vor den Schlangen. Und wundern sich über die extremen Preise… Eindrücke von Marrakeschs großem Platz.

Foto: C. Heinlein © 2012 Read the rest of this entry »

Von Delhi aus beherrschten Sultane und Moguln Indien. Ihre Paläste und Moscheen überragen noch heute das Gassengewirr. Doch rund um die hohen Mauern und Minarette, die weiten Gärten und ruhigen Pavillons tost das Leben einer übervölkerten Altstadt. Ein Ort, der manchmal wirkt wie vor hundert Jahren, in dem sich doch so viel verändert hat. Einblicke in das so mitreißende wie aufreibende Herz der indischen Hauptstadt.

Gedränge in den Gassen (Foto: C. Heinlein © 2008)

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Zehn Jahre 9/11: Was denken Muslime über den Jahrestag? Für süddeutsche.de habe ich mit der Islamwissenschaftlerin Lamya Kaddor gesprochen: über die Angst vor al-Qaida, ihre Wut auf Thilo Sarrazin – und darüber, was Muslime für mehr Verständnis tun können. Read the rest of this entry »

Der Tahrir Platz in Kairo auf einem Archivbild aus dem März 2010. Nach dem wochenlangen Aufruhr Anfang 2011 ist hier wieder Normalität eingekehrt. Wie geht es weiter mit der arabischen Revolution? (Foto: C. Heinlein © 2010)

Ägypten, Tunesien, Libyen – ein arabisches Land nach dem anderen wird vom Revolutionsfieber erfasst. Doch was steckt dahinter? Wird Arabien jetzt demokratisch? Und wie gefährlich sind die Islamisten? Die wichtigsten Fragen – und der Versuch, sie zu beantworten.

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Imra’ah – das heißt auf Arabisch: Frau. Und so heißt auch ein Magazin für Musliminnen, das es seit Kurzem gibt. Es ist eines der ersten in Deutschland, und bisher ist es nur übers Internet zu bestellen. Die Covermodels sehen anders aus als bei Brigitte oder Jolie, sie tragen Kopftücher und niemals schulterfrei. Chefredakteurin Sandra Adeoye erklärt, warum sie trotzdem ein modernes Frauenbild vertritt. Read the rest of this entry »

Kulturziel am Nil - und plötzlich ist Ägypten ganz nah (Foto: C. Heinlein © 2010)

Arabien brennt – und alle sind überrascht. Warum eigentlich? Es wusste doch jeder, wie es im Orient um Menschenrechte steht und um Perspektiven für die Jugend. Die will jetzt nicht mehr stillhalten – und stellt unsere Heuchelei bloß.

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Kaum eröffnet, schon wieder geschlossen: «Speedy Food» in Leipzig. (Foto: Christoph Heinlein © 2010)

Was die Statistik sagt: Viel öfter als Deutsche gründen Zuwanderer im Schnitt ein Unternehmen, schreibt das Wirtschaftsmagazin brand eins. Sie scheitern aber auch viel öfter – aus Unwissenheit, Naivität, falschen Erwartungen? Der türkische Imbiss «Speedy Food» im Leipziger Stadtteil Connewitz hatte kaum eröffnet, da war auch schon wieder Schluss. In der Bornaischen Straße steht jetzt ein weiterer Laden leer.

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